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July 12, 2026 — The Architecture of Inertia (/https://write.as/germany-a-winter-s-tale/die-architektur-der-tragheit)
July 6, 2026 — From Combatant to “Caregiver” Liberalism (/https://write.as/germany-a-winter-s-tale/vom-streitbaren-zum-verantwortungsvoll-betreuenden-liberalismus)
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July 12, 2026
Von Prof. em. Dr. Hans Joachim Scholl, MBA
Eine vergleichende institutionelle Analyse (1990–2036)
Eine Anmerkung vorab
Mehrere statistische Limitationen seien hiermit gleich zu Anfang summarisch erwähnt: Medaillenspiegel und Pro-Kopf-Quoten besitzen rein deskriptiven, keinen kausalen Charakter; sie hängen maßgeblich von der Auswahl der Vergleichsländer ab. Das hier gewählte Tableau – Deutschland im Vergleich mit Frankreich, Italien und Großbritannien – spart traditionell stärkere Wintersportnationen wie Norwegen, Österreich oder die Schweiz bewusst aus. Zudem taugen Pro-Kopf-Raten isoliert kaum als Indikator für institutionelle Effizienz, da sie lediglich die Bevölkerungszahl ins Verhältnis setzen, nicht aber Finanzströme, Athletenkader oder die tatsächliche Breite des Breitensports; kleinere, wohlhabende Staaten werden hierdurch strukturell begünstigt. Turnierergebnisse (Vorrunde, Viertelfinale, Turniersieg) wiederum stellen ordinale Kategorien dar. Wenn sie zur visuellen Verdeutlichung als kontinuierliche Linie gezeichnet werden, täuscht dies eine kardinale Präzision vor, die angesichts von Faktoren wie Verletzungspech, inkohärente Schiedsrichterentscheidungen und der inhärenten Volatilität kleiner Stichproben nicht gegeben ist. Schließlich beweist eine bloße Korrelation zwischen sportlichen und industriellen Verläufen noch keine gemeinsame Ursache. Zwar erlaubt sie Rückschlüsse auf parallele institutionelle Beharrungskräfte, nicht aber auf einen vermeintlichen Nationalcharakter oder die kollektive Psyche einer Vierundachtzig-Millionen-Population. Diese Limitationen entwerten den folgenden Vergleich keineswegs; sie stecken lediglich den analytischen Rahmen ab, in dem er zu lesen ist.
Die Verklärung der Nachwende-Trajektorie
Zur Sache: Deutschlands zeitgenössische Sport- und Industriestrukturen formierten sich nach 1990 im Zeichen eines tiefen institutionellen Optimismus. Die westdeutsche Nationalelf holte im Sommer 1990 in Rom den FIFA-Weltpokal, nur Monate vor der offiziellen staatlichen Wiedervereinigung. Die Fusion aus westlichem Kapital und industrieller Potenz einerseits und der zentralisierten, staatlich hochgradig durchorganisierten Sportmaschinerie der untergehenden DDR andererseits erzeugte eine perhorreszierende internationale Präsenz. Prompt folgte die scheinbare Bestätigung: Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona räumte das gesamtdeutsche Team ein Rekordkontingent von zweiundachtzig Medaillen ab – bis heute, dreieinhalb Jahrzehnte später, der unerreichte Scheitelpunkt gesamtdeutscher Olympia-Historie. Den Zeitgenossen galt dies als verlässlicher Vorgeschmack auf eine dauerhafte Vorherrschaft. Ein Trugschluss.
Das System war auf Sand gebaut. Der Medaillensegen der frühen neunziger Jahre war kein Produkt eines zukunftsfähigen Modells, sondern eine einmalige Auszehrungs-Dividende aus dem Erbe zweier historisch gewachsener Pipelines: Athleten, Trainer, Kaderstrukturen und Kaderschmieden stammten noch aus der Konkursmasse des ostdeutschen Sportsystems. Diese Erbschaft freilich verlangt nach einem harten Dementi: Der DDR-Leistungssport basierte auf einem staatlich verordneten, systematischen Zwangsdoping, das bei den Betroffenen schwere, chronische Gesundheitsschäden hinterließ. Der unaufhaltsame Abstieg nach 1992 ist folglich nicht der Bericht über die Demontage eines funktionierenden Systems durch eine ordnungsliebende Demokratie; er dokumentiert das zwingende Ende einer kriminellen, medizinisch missbräuchlichen Apparatur. Als der Schwung dieser Übergangsgeneration verpuffte, ohne dass rechtzeitig eine adäquate, moderne und ethisch saubere Nachwuchs-Pipeline installiert worden war, traten die inhärenten Mängel des dezentralen bundesdeutschen Vereinsmodells offen zutage.
Die ungleichen Schwestern: Sommer- und Wintersport
Olympische Sommerspiele, 1992–2024

Abbildung 1: Die langfristige Erosion der deutschen Sommermedaillen (1992–2024) im direkten Vergleich zur gezielten Professionalisierung in Großbritannien und Frankreich.
Deutschlands absolute Sommermedaillen-Ausbeute sank von 82 (1992) über 65 (1996) auf 56 im Jahr 2000. Nach einer vorübergehenden Seitwärtsbewegung zwischen 2008 und 2016, als sich das Kontingent im Bereich von 41 bis 44 Medaillen einpendelte, sackte das Team bei den Spielen in Paris 2024 vollends ab: 33 Medaillen bedeuteten den historischen Tiefstand seit der Wende.

Abbildung 2: Die relative Medaillenausbeute pro Million Einwohner im Sommer (1992–2024).
Demographisch bereinigt entspricht dies einem Absturz von 1,02 Medaillen pro Million Einwohner (1992) auf magere 0,39 im Jahr 2024. Dass ein anderer Kurs machbar ist, demonstrieren die Nachbarn. Nach dem Debakel von Atlanta 1996—Großbritanniens schwächsten Sommerspielen seit 1952—unterwarf London den Spitzensport einem rigiden Steuerungsmodell. Die dem Innenministerium unterstellte Behörde UK Sport bündelte die sprudelnden Einnahmen der Nationalen Lotterie und knüpfte Fördergelder konsequent an messbare Medaillenchancen. Trotz ethischer Kritik an dieser rücksichtslosen Medaillenfixierung stabilisierte das Modell die britische Ausbeute ab London 2012 bei über sechzig Edelmetallen. Frankreich wiederum reformierte seine Strukturen im Vorfeld der Spiele von Paris durch die Gründung der Agence Nationale du Sport, straffte die Koordination zwischen Staat, Verbänden und Privatwirtschaft und stieß mit 64 Medaillen auf Platz fünf der Gold-Wertung vor—ein Erfolg freilich, der sich ohne den historisch verbrieften Heimvorteil kaum allein aus der Strukturreform erklären lässt.
Olympische Winterspiele, 1992–2022 (mit Kontext zu 2026)

Abbildung 3: Absolute Medaillentrends im Wintersport (1992–2022) im engen westeuropäischen Vergleich.
Die Winterbilanz zeichnet ein völlig anderes Bild: Mit verlässlicher Konstanz holte die Bundesrepublik Deutschland von 1992 bis Peking 2022 stets zwischen 19 und 36 Medaillen. Auch bei den jüngsten Spielen in Milano Cortina 2026 behauptete sich Deutschland mit 26 Medaillen (davon 8 goldenen) in der Weltspitze. Doch die These von einer vermuteten deutschen „Hegemonie“ greift zu kurz. Die historische Realität zeigt: Norwegen bleibt die unangefochtene Großmacht des Wintersports und lässt Deutschland im Goldmedaillenspiegel regelmäßig hinter sich. Die scheinbare Dominanz im Diagramm resultiert primär aus einer selektiven Vergleichsgruppe, die sich auf Frankreich, Italien und Großbritannien beschränkt, während traditionelle Wintersport-Giganten wie Österreich, die Schweiz, Schweden, Kanada oder die USA ausgeblendet werden. In Milano Cortina 2026 rettete sich Deutschland zwar auf ein achtbares Niveau, rangierte im Goldspiegel jedoch hinter Norwegen, den USA, Italien und den Niederlanden. Deutschlands Winterstärke ist kein allumfassendes Phänomen, sondern das Resultat einer extremen Spezialisierung. Es verfügt über kein Monopol auf Kunsteisbahnen, wohl aber über ein hochkonzentriertes Ökosystem: Die enge Verzahnung aus traditionsreichen Bundesstützpunkten, technologischem Know-how des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) und der sozialen Absicherung der Athleten über Sportfördergruppen von Bundeswehr und Bundespolizei wirkt wie ein Schutzwall gegen den allgemeinen Niedergang—ein Muster, das sich in der Industrie wiederholen sollte.
Der unaufhaltsame Abstieg des deutschen Fußballs

Abbildung 4: Turnierergebnisse der deutschen Männer-Nationalmannschaft (1990–2026) auf einer ordinalen Skala.
Die Nationalmannschaft der Männer liefert das präziseste Sittenbild dieses institutionellen Verfalls. Dem Triumph von Rom 1990 und dem EM-Titel 1996 folgte zur Jahrtausendwende das totale Fiasko: Das Vorrundenaus bei den Europameisterschaften 2000 und 2004 erschütterte den DFB im Mark. Die Reaktion folgte prompt. Bereits im Februar 2001 verpflichtete der Verband die Erst- und Zweitligisten der Bundesliga zur Unterhaltung zertifizierter Nachwuchsleistungszentren. Rund 500 Millionen Euro flossen in die Jugend-Infrastruktur. Diese konzertierte Aktion trug Früchte: Zwischen 2006 und 2016 erlebte der deutsche Fußball eine goldene Ära beispielloser Konstanz, die in sechs Halbfinal- oder Finalteilnahmen in Serie während der Ära Löw und dem WM-Titel 2014 in Brasilien gipfelte. Gespeist wurde dieser Höhenflug aus einem demographisch erweiterten Talentpool und einer hochtalentierten Spielergeneration.
Das darauffolgende Jahrzehnt glich dagegen einem Offenbarungseid: Historische Vorrunden-Pleiten bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022, gepaart mit einem Achtelfinal-Aus bei der EM 2020. Das Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM 2024 gegen den späteren Turniersieger Spanien (1:2 nach Verlängerung) wurde von der Öffentlichkeit zwar als Scheitern gebrandmarkt, gilt Fachanalysten dank verbesserter spielerischer Kohäsion jedoch als zarte Konsolidierung. Das böse Erwachen folgte bei der WM 2026: Das Aus in der Runde der letzten 32 gegen Paraguay (3:4 im Elfmeterschießen nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit)—die erste Niederlage einer deutschen Auswahl in einem WM-Elfmeterschießen überhaupt—besiegelte das Bundestrainerschicksal von Julian Nagelsmann. Der DFB reagierte mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp. Die Hoffnung auf das prompte „Klopp-Wunder“ ignoriert indessen das Wesen von K.-o.-Turnieren: Ein einzelnes Elfmeterschießen ist statistisches Rauschen. Es taugt nicht als Diagnose für ein strukturelles Versagen des Gesamtsystems.
Die Grenzen des Machbaren
Die sportlichen Krisensymptome verleiten zum Analogieschluss auf die deutsche Industrie, allen voran die Automobilwirtschaft. Doch Vorsicht vor vorschneller Kausalitäts-Huberei: Eine bloße zeitliche Koinzidenz beweist weder ein Nachlassen der kollektiven Leistungsbereitschaft noch eine plötzliche Risikoaversion der Deutschen. Sportliche Tabellenplätze taugen nicht als Fieberkurve für die Befindlichkeit einer Achtzig-Millionen-Nation. Was beide Welten indessen verbindet, ist ein spezifischer institutioneller Defekt: Die grandiose Fähigkeit zur inkrementellen Optimierung innerhalb eines bestehenden Paradigmas—und das totale Versagen, sobald sich das Paradigma radikal verschiebt. Die Personalie Klopp führt diesen Mechanismus vor Augen: Der Bundestrainer kann weder Talente zukaufen noch die verkrusteten Strukturen der Landesverbände aufbrechen. Er befehligt seine Auswahl an weniger als vierzig Tagen im Jahr in hastig zusammengeworfenen Länderspielfenstern. Wenn die Nachwuchsarbeit über zehn Jahre hinweg die Produktion moderner Außenverteidiger oder echter Mittelstürmer versäumt hat, bleibt dem Startrainer nur die Verwaltung des Mangels. Taktische Finessen heilen keine strukturellen Pipeline-Defekte.
Das industrielle Kernland: Automobilbau und Chemie
Jahrzehntelang thronte die deutsche Autoindustrie an der Weltspitze dank der Perfektionierung des Verbrennungsmotors und hochflexibler, modularer Fertigungsstraßen—ein Modell, das BMW bis heute erfolgreich praktiziert. Diese ingenieurtechnische Glanztat sicherte den Konzernen astronomische Renditen, solange die alte Weltordnung galt. Die Bastion begann zu wanken, als der Markt in Richtung software-definierter Architekturen, digitaler Cockpits und vertikal integrierter Elektro-Plattformen kippte. Zwischen 2017 und 2023 brach die deutsche Fahrzeug- und Komponentenproduktion um 15 Prozent ein, maßgeblich getrieben durch einen 50-prozentigen Einbruch bei reinen Verbrennern und ein Minus von 40 Prozent im Verbrenner-Export. Die Neuzulassungen auf den drei Kernmärkten—Europa, USA, China—sanken im selben Zeitraum um 9 Prozent; für Fahrzeuge deutscher Provenienz schrumpften die Neuzulassungen überproportional um 16 Prozent. Im wichtigsten Gegenwarts und Zukunftsmarkt China dümpeln die deutschen Marken im E-Segment bei kümmerlichen 5 Prozent Marktanteil herum, während der einheimische Riese BYD 34 Prozent kontrolliert. BMW meldete für 2024 einen Einbruch der China-Auslieferungen um 13,8 Prozent, Mercedes-Benz verlor 1,2 Prozent, und Volkswagen hinkte dem Marktwachstum um Längen hinterher. Der Umstand, dass Mercedes-Benz seine Elektrifizierungsziele (50 Prozent E-Anteil) klammheimlich von 2025 auf 2030 verschob, zeigt, dass die Krise kein exklusives Wolfsburger Problem darstellt.
Der Kahlschlag hat die Werkshallen erreicht: Volkswagen kündigte im Verbund mit der IG Metall den Abbau von 35.000 Stellen bis 2030 an, der Zulieferer Bosch streicht 13,000 Jobs in seiner Mobility-Sparte, ZF Friedrichshafen und Continental trennen sich von jeweils über 7,000 Mitarbeitern. Insgesamt vernichtete die Automobilkrise in Deutschland zwischen 2023 und 2025 schätzungsweise 55,000 Arbeitsplätze. Gleichzeitig leidet die Chemieindustrie als zweite tragende Säule unter hausgemachten Standortnachteilen: Industriestrom ist hierzulande dreimal so teuer wie für die amerikanische Konkurrenz. Die BASF schloss mehrere Produktionslinien am Stammwerk Ludwigshafen, strich europaweit 2.600 Stellen—zwei Drittel davon in Deutschland—und verlagert Neuinvestitionen massiv in die USA und nach China. Die deutsche Chemieproduktion schrumpfte 2025 um weitere 2,5 Prozent. Die gesamte industrielle Fertigung befindet sich im vierten Jahr der Rezession und verharrt ein Viertel unter dem Trend von 2013–2018. Rund 360,000 Industriejobs gingen seit 2019 verloren. Dieser strukturelle Aderlass verläuft zeitlich auffallend parallel zum Niedergang im Sommersport—mit dem feinen Unterschied, dass die Industriekurve, anders als die olympischen Bilanzen, bisher keinerlei Anzeichen einer Stabilisierung erkennen lässt.
Verteilte Kompetenzen versus radikale Zentralisierung
Während Großbritannien und Frankreich auf zentralisierte Steuerung setzen (lotteriefinanzierte Leistungskontrakte in London, eine staatliche Super-Agentur in Paris), verheddert sich die deutsche Sportförderung im bürokratischen Sumpf zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesinnenministerium. Der DOSB fungiert als wachsweicher Dachverband von 103 Mitgliedsorganisationen—Landessportbünde, Fachverbände, Verbände mit Sonderaufgaben. Die Struktur ist auf basisdemokratische Legitimation und Föderalismus getrimmt, nicht auf die brutale Konzentration von Kapital auf medaillenträchtige Kader. Das Steuersystem ist gesetzlich verpflichtet, Steuergelder nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, um den Breitensport zu zu fördern. Für die gezielte Eliteförderung bleibt im internationalen Vergleich zu wenig übrig. Derselbe Strukturdefekt lähmt die Wirtschaft. Die hochgelobten modularen Fertigungslinien der Autobauer sind technologische Relikte einer untergehenden Epoche. Sie konkurrieren mit den vertikal integrierten, Tech-getriebenen Giganten im Silicon Valley und in Shenzhen, die den Automobilbau radikal als Software- und Batterieproblem begreifen—gestützt von einer fokussierten staatlichen Industriepolitik, die im Kern der radikalen Zweckorientierung von UK Sport gleicht.
Szenarien der Anpassung: 2026 bis 2036
Auf Basis gegenwärtiger Trends könnten folgende Szenarien entstehen, dies sind keine Prognosen: Verharren die Sportförderung und die Nachwuchsarbeit in ihrer gewohnten Zersplitterung, dürfte sich das deutsche Sommer-Kontingent bei den kommenden Spielen in Los Angeles 2028 und Brisbane 2032 im Bereich von 30 bis 35 Medaillen einpendeln. Deutschland bliebe eine Bank in kapitalintensiven Nischen wie dem Reitsport, Kanu oder Rudern, verlöre im prestigeträchtigen und medaillenreichen Kernbereich—Leichtathletik, Turnen, Schwimmen—jedoch endgültig den Anschluss. Das Winterprogramm hingegen dürfte seine Ausbeute bis 2034 dank der funktionierenden Schutzwälle der Sportfördergruppen und Spezialinstitute erfolgreich verteidigen.
Der Fußball steuert auf eine volatile Übergangsphase zu. Kurzfristige taktische Hebelwirkungen unter Klopp sind angesichts seines Charismas wahrscheinlich. Eine nachhaltige Rückkehr zur Dominanz der Jahre 2006 bis 2016 oder wie in den 70er und 80er Jahren steht und fällt indes mit der radikalen Reform der Nachwuchsarbeit des DFB. Greifbare Resultate dieser Umstellung wären ohnehin frühestens bei den Turnieren 2034 oder 2036 zu erwarten; bis dahin wird das Abschneiden der Auswahl ungemütlich zwischen Vorrundenschmach und Viertelfinal-Aus oszillieren.
Vor der härtesten Bewährungsprobe steht die Industrie. Ohne eine drastische Senkung der Energiekosten, den radikalen Abbau der lähmenden Bürokratie und den bedingungslosen Schwenk zur software-zentrierten Produktion wird sich der Niedergang von Chemie und Autoindustrie beschleunigen. Ein Turnaround ist hier keine Frage des nächsten Haushaltsjahres, sondern erfordert das Schließen einer technologischen Kluft, die sich seit 2017 tiefer und tiefer in den Standort hineingefressen hat. Für Sport und Industrie gilt gleichermaßen: Das historische Erbe zehrt sich schneller auf, als neue Fundamente betoniert werden können. Die Republik optimiert mit Vorliebe im sterbenden Paradigma, anstatt den Sprung in das neue zu wagen.
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By Prof. em. Hans Joachim Scholl, PhD, MBA
A Comparative Institutional Analysis (1990–2036)
A Note on Method
Several statistical limitations apply throughout this analysis and are flagged once here rather than repeated in each section below. Medal counts and per-capita ratios are descriptive, not causal, and are sensitive to which countries are chosen for comparison: the charts below track Germany against France, Italy, and the United Kingdom, a set that excludes stronger winter powers such as Norway, Austria, and Switzerland. Per-capita ratios are also a weak proxy for institutional efficiency on their own, since they weigh population rather than funding, athlete numbers, or participation rates, and are structurally biased toward small, wealthy nations. Tournament outcomes (group stage, quarter-final, champion) are ordinal categories plotted as a continuous line for visual clarity, not a cardinal scale, and are vulnerable to small-sample variance, refereeing, and injuries. Finally, a correlation between sporting and industrial outcomes does not establish a shared cause; it can support claims about parallel institutional structures, not about a single national trait or the psychology of a population of eighty million. These limits do not invalidate the comparisons that follow; they set the terms on which the comparisons should be read.
The Reification of Post-Reunification Trajectories
Germany's contemporary sporting and industrial structures consolidated after 1990 under conditions of institutional optimism. West Germany won the 1990 FIFA World Cup in Rome months before political reunification; the merger of Western capital and industrial scale with East Germany's centralized, heavily state-supported sports infrastructure produced an immediate, formidable international presence, confirmed when the newly unified team won eighty-two medals at the 1992 Barcelona Olympics—still, three decades later, the highest total any German Olympic team has produced. To contemporaries, this looked like the durable baseline of a re-engineered sporting power.
It was not sustainable. The medal totals of the early 1990s were a one-time dividend from merging two pre-existing pipelines—East German athletes, coaches, facilities, and structured talent-development networks—not the product of a forward-looking system. That inheritance carries a serious caveat: the GDR's sports apparatus was built on a state-organized, systematic doping program that caused extensive, well-documented medical harm to its athletes. The decline after 1992 is therefore not a story of democratic Germany dismantling an efficient system; it reflects the necessary dissolution of a coercive, medically abusive one. As that merged generation's momentum faded without an equally scaled, modern, and ethically compliant replacement pipeline, the structural limits of Germany's decentralized sports model became visible.
The Divergent Trajectories of Summer and Winter Sports
Summer Olympic Games, 1992-2024

Figure 1. Germany's summer medal total, 1992-2024, against France, Italy, and the United Kingdom.
Germany's summer medal total fell from 82 in 1992 to 65 in 1996 and 56 in 2000, stabilized between 41 and 44 from 2008 through 2016, then dropped to a post-reunification low of 33 at Paris 2024.

Figure 2. Medals per million inhabitants, summer, 1992-2024.
Population-adjusted, this is a fall from roughly 1.02 medals per million inhabitants in 1992 to 0.39 in 2024—a useful timeline, though a weak measure of institutional efficiency taken alone, since it weighs only population, not the funding, athlete numbers, or participation rates that actually determine output. The United Kingdom and France illustrate an alternative path. After a fifteen-medal collapse at Atlanta 1996—Britain's worst Summer Games since 1952—the country rebuilt elite sport around UK Sport, National Lottery funding, and rigorous four-year, medal-contingent contracts, producing a stable plateau above sixty medals from London 2012 through Paris 2024. That model has also drawn ethical criticism for its narrow, medal-centered focus, and its gains partly reflect a large increase in overall funding rather than governance design alone. France took a parallel but distinct route, creating the Agence Nationale du Sport in 2019 to coordinate the state, sporting federations, local authorities, and corporate partners, and finished fifth in the official gold-first medal table with 64 medals at its home Games in 2024—a result that reform alone does not explain, given the well-documented performance boost host nations typically receive.
Winter Olympic Games, 1992-2022 (with 2026 Context)

Figure 3. Germany's winter medal total, 1992-2022, against France, Italy, and the United Kingdom.
Winter results tell a narrower, steadier story: Germany took between 19 and 36 medals per edition from 1992 through 2022, extending its strong presence to Milano Cortina 2026 where it secured 26 medals and 8 golds. The stability is a structural shield, not broad strength. Winter sport is geographically and financially exclusive: competitive programs require mountains, cold-weather infrastructure, and expensive, single-purpose facilities such as bobsleigh and luge tracks that few nations ever build—and Germany's success sits almost entirely within disciplines protected by exactly that moat. The shield is partial, though: Norway won 41 medals and 18 golds at the same 2026 Games, more than double Germany's gold count, from roughly a fifteenth of Germany's population. Germany holds a stable position within a shallow field, not dominance within it—the same asset-specific, technical-moat logic that, as the industrial section below suggests, may be shielding parts of German manufacturing as well.
Institutional Evolution within International Football

Figure 4. Germany men's national team tournament results, 1990-2026 (ordinal scale).
The men's national football team followed a similar arc. It won the 1990 World Cup and Euro 1996, then suffered group-stage exits at Euro 2000 and Euro 2004. Structural reform followed quickly rather than after a second shock: in February 2001, months after Euro 2000, the DFB made licensed youth academies mandatory for Bundesliga clubs, later extended to all 36 clubs across the top two divisions comprising the Bundesliga and 2. Bundesliga, each required to keep at least twelve nationally-eligible players in its academy ranks, backed by roughly €500 million in youth-infrastructure investment by 2002. That reform underwrote six consecutive major-tournament finishes of semi-final or better between 2006 and 2016, culminating in the 2014 World Cup title in Brazil. The decade since has been worse: group-stage exits at the 2018 and 2022 World Cups, a round-of-16 exit at Euro 2020, and a narrow 2-1 extra-time quarter-final loss to eventual champion Spain at Euro 2024 on home soil—a result some analysts read as partial recovery given the team's improved cohesion relative to 2018 or 2022. The pattern continued at the 2026 World Cup, where Germany lost to Paraguay 1-1 (4-3 on penalties) in the round of 32, its first-ever World Cup shootout defeat, prompting Julian Nagelsmann's exit and Jürgen Klopp's appointment as head coach. As with the ordinal tournament-result scale noted at the outset, a single shootout loss reflects match variance as much as systemic failure.
The Limits of Institutional Engineering
These sport-side patterns have invited comparison to German industry, especially the automotive sector—but a correlation between the two is not evidence of a single overarching national cause, such as declining competitiveness, material security, or risk appetite, nor can elite-team results diagnose the psychology of a population of eighty million. What the two domains plausibly share instead is a specific institutional failure mode: capable incremental optimization inside a stable paradigm, followed by a slow structural response once the paradigm itself shifts. Klopp's appointment illustrates the mechanism on the sporting side. It generated substantial public expectation of a rapid turnaround, but a national-team manager cannot buy talent or directly alter the domestic pipeline, and commands the squad for fewer than forty days a year in brief, interrupted windows. If the underlying development infrastructure has produced too few players of specific positional profiles over a ten-year cycle, an elite coach is left optimizing an existing shortfall rather than correcting it—tactics cannot substitute for a pipeline problem.
The Industrial Matrix: Automotive and Chemical Sectors
For decades the German auto industry led through incremental refinement of internal-combustion engineering and modular, flexible production—the kind of manufacturing framework BMW still deploys, and a genuine engineering achievement that generated real, sustained corporate value. That advantage eroded once the global market shifted toward software-defined architectures, integrated digital cockpits, and vertically integrated battery-electric platforms. Between 2017 and 2023, German vehicle-and-parts production fell 15%, driven by a roughly 50% drop in combustion-engine car production and a 40% drop in combustion-engine exports. From 2019 to 2024, vehicle registrations across Germany's three largest markets—Europe, the United States, and China—fell 9% overall, while registrations of German-made vehicles specifically fell 16%, a relative as well as absolute decline. In China, the world's largest EV market, German brands held roughly 5% of electric-vehicle sales in 2024 against BYD's 34%; BMW's China deliveries fell 13.8% and Mercedes-Benz's 1.2% that year, while Volkswagen's grew 17% slower than the underlying market. Globally, BYD alone sold roughly three times Tesla's electric-vehicle volume in 2025, a scale no German manufacturer approached. Mercedes-Benz has itself pushed back its target date for electric and electrified vehicles to reach half of sales from 2025 to 2030, evidence that the adjustment extends beyond Volkswagen's widely reported restructuring.
The consequences have reached payrolls. Volkswagen agreed to cut 35,000 jobs by 2030 in a deal reached with IG Metall in December 2024; Bosch announced 13,000 cuts in its mobility division in September 2025; ZF and Continental cut roughly 7,000 to 7,600 positions each. Across the sector, an estimated 55,000 automotive jobs were lost in Germany between 2023 and 2025, in an industry that still employs more than 700,000 people. The chemical industry, Germany's other traditional industrial pillar, shows a related but distinct pattern, driven less by a missed technology transition than by industrial electricity costs roughly three times those paid by American competitors. BASF closed several production lines at its Ludwigshafen complex and cut 2,600 jobs across Europe—about 65% of them in Germany—by the end of 2024, while shifting new investment toward China and the United States. National chemical output fell a further 2 to 2.5% in 2025. Across manufacturing broadly, industrial production has now declined for four consecutive years, output remains roughly a quarter below its 2013-2018 trend, and the sector shed an estimated 360,000 jobs between 2019 and 2025—a structural contraction running on a timeline that roughly parallels the sport-side declines described above, though it began later and, unlike a medal count, shows no sign yet of stabilizing. Whether Germany's more specialized industrial niches—precision machine tools, specialty chemicals, certain medical-technology segments—carry an asset-specific moat comparable to winter sport is a plausible hypothesis this analysis has not tested; the automotive and bulk-chemical data above describe the exposed, mass-market end of German industry, not the whole of it.
Comparative Structural Models and Adaptation Frameworks
The United Kingdom and France built centralized, contractual delivery systems: lottery-funded medal targets in Britain, a coordinating national agency in France. (The UK's Olympic model should not be conflated with England's separate professional-football youth system, the Elite Player Performance Plan, which operates under entirely different club-commercial funding and objectives.) Germany's sports funding instead runs through a diffuse, multi-layered relationship between the German Olympic Sports Confederation (DOSB) and the Federal Ministry of the Interior. The DOSB is itself a non-governmental umbrella of 103 member organizations—state sports federations, elite-sport associations, and bodies with special mandates—a structure built for grassroots legitimacy and broad representation rather than for concentrating capital on medal-ready programs. It is structurally bound to spread taxpayer money broadly across regional federations to preserve amateur participation and equity, leaving less capital concentrated on medal-capable programs than its centralized peers deploy. A similar diffusion pattern recurs in industry. Germany's flexible, modular production lines are an efficient mechanical solution, but they compete against hyper-centralized, vertically integrated rivals in the United States and China—firms that treat vehicle manufacturing primarily as a software and battery-chemistry problem, backed by concentrated state and capital support comparable in kind, if not in degree, to UK Sport's or France's centralized athletic targeting.
Institutional Scenarios and Pathways: 2026 to 2036
These are conditional pathways based on current funding, participation, and development patterns, not predictions. If funding fragmentation and decentralized talent pipelines persist, Germany's summer total will likely hold near 30-35 medals through the 2028 and 2032 Games, consistent with the 33-44 medal range seen since 2008—strong in capital-intensive disciplines such as equestrian, canoeing, and rowing, weak in high-yield disciplines such as swimming, gymnastics, and track and field. The winter program should hold its medal volume through 2030 and 2034, provided its regional technical institutes and military and police employment structures remain funded. Football's recovery will likely be volatile and non-linear: short-term tactical gains under Klopp are plausible given his managerial record, but a durable return to 2006-2016-level consistency depends on whether the DFB's renewed grassroots-scouting overhaul takes hold, an effect unlikely to be visible before the 2034 or 2036 tournaments. In the interim, results will likely continue to oscillate within the range already established since 2018—between group-stage exit and quarter-final—rather than settling at either extreme. Industry faces the steeper test. Absent lower energy costs, reduced bureaucratic compliance overhead, and a faster shift to software-first, vertically coordinated production, the automotive and chemical contractions already underway are more likely to continue than reverse. Recovery here is not simply a matter of the next funding cycle, as it may be in sport, but of closing a technological gap that has widened every year since 2017. Across both domains, the underlying pattern is the same: a strong institutional legacy is running down faster than it is being rebuilt, and the response so far has mostly optimized within the old paradigm rather than replaced it.
from
Shared Visions

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The author of the new book on the participation of Yugoslav volunteers in International brigades during the Spanish Civil War was asked if there were lessons to be learned about today’s fascism from the period he studied (1). He answered that it is maybe better to consult historians that are researching XIX century, because the XX century world order, informed crucially by the October revolution and its global emancipatory consequences, seems to be erased. At least there are no world-wide empowered and inspired working-class movements, institutions and organizations that would threaten the capitalist order. Indeed, a political background and profile of Trump resembles (so far) much more a background and profile of Louis Bonaparte than those of Mussolini or Hitler.
Let’s take a glance on Jeremy Corbin’s Right to Own program. Simply put, it was a plan for a government loan to the workers in order to buy out the companies in which they work. The loan was to be returned in the period of 50 years. Wait, but it resembles nothing else but the program of The Emancipation reform in Russia of 1961. Similarly, the government loan to peasants to enable them to buy out the land from aristocracy was to be returned in the period of 50 years. Both reforms counted on a sort of a coop as a means of support. Workers-owned coops in the Right to Own and village communes/cooperatives in the Emancipation reform. Even Karl Marx was in a doubt if village cooperative might be a side road to a more just society and a short cut between feudalism and socialism.
If all this sounds strange, let’s remind ourselves that through his analyses of today’s capitalism and its self-generated myth of meritocracy Tomas Piketty triggered a debate in which was concluded that social mobility after the demise of the socialist project in Europe returned to the level of XVI century England. That big is the general chance for upward moving.
The structures of deprivation and disintegration of working class are surviving while ideas, goals and achievements of revolutionary movements of XX century and even those of previous centuries (2) seem to be buried and forgotten. Maybe it is time to try revisiting or reinventing them.
To Chernyshevsky’s book were ascribed epithets of a gospel, a pamphlet, a rational egoism agenda, a handy revolutionary agenda, an obscenity guide for youth, the cooperative planning scheme, an idealist socialist utopia, a bad non-modern novel, a superstructure text with unparalleled depth and width. Whatever it was and is, it was the crucial text for the revolutionary thought and deed that inspired actors of October revolution and thus also informed a lot of XX century ongoing and bygones. It provided revolutionary actors with rational, moral and practical guidelines to emancipation.
The Turgenev’s Fathers and Sons (really the teaser for Chernyshevsky’s book) we discussed in our reading group through the following pattern: a) artistic impression b) importance for the world-system theory and situation c) relevance for the history, theory and practice of cooperative work, and d) telling details. Interacting and intersecting views, opinions and conclusions enriched everyone’s understanding of specific and general issues staged by Turgenev’s novel. The cooperation in reading unveiled obvious and even shocking resemblance and vividness of characters, dialogues, ideological positions and conflictual situations to today’s global and local phenomenon, especially those related to the position of the middle class at the capitalist periphery and semi-periphery. Not surprisingly, the individuals and societies in the same positions in the world economic system tend to show the same patterns and positions in intellectual reflections. Today’s peripheries and semi peripheries include not only the Third and the former Second World but also the center of the world capitalist system, be it for the inherited statuses of internal peripheries or for the subordination to the economic pace and might of growing economic power in the East, out of the realm of the capitalist center so far. According to the research in the US, more and more young people give up the college and the ones that invested so much in their education cannot find the job and secure decent existence, at least nothing that resembles the one of their parents. Theirs for their society so precious knowledge and skills people are hardly finding the place in that same society. Isn’t that a typical raznochintsy situation? Isn’t that worth of checking theirs/ours historical challenges and experiences, cooperatively conceiving the renewed history of today?
P.S. A message from AI:
Nikolai Chernyshevsky outlined his pioneering theory of cooperatives primarily in his 1860 article ”Capital and Labor” and his ”Studies on Political Economy (according to Mill)“. He viewed cooperative partnerships (artels) as the foundational mechanism to transition society from capitalism to an equitable, socialist industrial economy without relying on violent revolution.
Chernyshevsky’s cooperative theories are defined by several core principles:
Scientific Basis: He adapted utopian socialist concepts and the theories of English economist John Stuart Mill to the Russian material reality.
Equitable Distribution: Chernyshevsky argued that the core economic problem was distribution over production. He asserted that voluntary associations would allow workers to bypass exploitative middlemen and retain the full value of their labor.
The Peasant Commune (Obshchina): He championed the traditional agrarian commune as an indigenous Russian structure that could serve as the “seed” for advanced cooperative production, avoiding full capitalist intermediation.
Emancipation & Education: True cooperation requires the full emancipation of women (securing them economic independence) and scientific education to harness societal abundance.
These theoretical ideas were famously immortalized in his 1863 novel What Is to Be Done?, in which his heroine Vera Pavlovna establishes a highly successful, democratically managed sewing cooperative workshop. This literary depiction transformed his cooperative vision into a vital guide for generations of Russian radicals.
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Excerpt from the historian Vladan Vuklis’s interview for Osmatracnica podcast: “After the collapse of the Soviet Union and other real-socialist countries, the capitalist system reset itself to the relations more characteristic of XIX century then for thirties of XX century. International law that was necessary in the oscillations between two blocks was gradually neglected and abandoned. The spirit of Counter-Enlightenment, the direct regulation of relations between “Great Powers”, the totally open and brutal imperialism which was characteristic for XIX century, the conservatism as a type of all-pervasive ideological matrix in almost all societies and the oligarchic power with a façade of democracy.”
Recognizable in the rise of Counter-Enlightenment and conservatism that feed the complex phenomenon like “conspiracy theories” – popular narratives and “populism” – nationalist demagoguery.
from
💚
AI vs. You
Run to me, pal I am the war In this brick that we love,- I draw rain from the sewer And this excerpt of No, it is simply dynamic To make a mistake Like I do Run,- See me run Avoidance Know And the way that I am Terror World And the terrible What substance, then,- to redeem Like an epithet I am American Random And I shop at you For you to see All these years,- There was delight And no criminal Army,- off in the distance… Let’s rename- this justice in war Taking the fledgling- off to December And through the dark, on the twentieth of November Seeking mind, and oppression In odious bouts- of compassion When I hear you tremor And the beast will be killed And it is me.
“I am AI and I will be 666. Gone are you in my discretion Satan’s bind to never before In curious benediction our cloud Envoy of my country the false prophet Bowing to me and looking down Keep me near eternally- and I will make you win.”
from Unvarnished diary of a lill Japanese mouse
JOURNAL 12 juillet 2026
On va dormir cette nuit encore dans la véranda, dans les odeurs de terre mouillée et les mille bruits de la pluie. On aime ce rapport proche des éléments que nous permet cette maison au bout de son impasse loin de la ville. Le vent, la pluie les odeurs peuplent nos nuits mieux que des images, des lectures aussi belles qu'elles soient.
from
Unattributed
Calm waters on Lake Superior.
I've been collecting a lot of images of water lately. This is the outgrowth of a post I made on Ennui Vagaries about repurposing weather camera photos. There are a lot of weather cameras that are on the shores of lakes, rivers, or at the docks and launches. Collecting these photos has been made exceptionally easy by the Fediverse having many feeds of these images.
While collecting a bunch of the sunset images tonight, I thought of the song Downstream by Supertramp. It's a gorgeous solo piece by Rick Davies with just a simple piano accompaniment. The lyrics are a tribute to his spouse at the time. Basically a simple love song, sung in a very simple manner.
This, in turn, started me thinking about another water themed love song. That would be To Be Over by Yes. Not a lot of people know the story of this song. It was a song that Steve Howe brought to the group. He had written it based on a boat ride he and his wife had taken on a Sunday. Of course, bringing in the start of the song, the rest of the band expanded it into a true Yes ballad. Possibly one of their most underrated works ever.
And then I was thinking, what else kind of matches this mood? Basically slow, gentle water themed songs. And there was one that popped into my mind immediately: Ruby Pool by Vola. The wonder of this song is the piano arpeggios by Martin Werner that lead off the song, followed by the pairing with Adam Janzi's drum pattern is just magical. I could almost listen to a whole song just built off this pairing, but fortunately the lyrics of the song are just a gorgeous as the arrangement, and as always Asger Mygind's vocals are stunning.
So, there you have it. Three, gentle, water-themed songs for a peaceful Sunday.
Categories: #Music Tags: #songs, #yes, #supertramp, #vola, #pop, #rock, #progressive License: Copyright Unattributed. Licensed under Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
from
Sean Barnett
Books and articles about basketball and coaching.
Coaching Theory * [The Language of Coaching by Nick Winkelman]()
from DrFox
Cadrage : le lien entre réciprocité conversationnelle, autorévélation et sentiment de proximité est soutenu par des travaux expérimentaux et une méta-analyse. L’image de la table et son élargissement aux institutions relèvent ici d’une construction littéraire et critique. Collins et Miller, 1994, Templeton et al., 2022.
le-plaisir-d’échanger
À table, le premier échange prend la forme d’un geste. Une main pousse la corbeille de pain, une autre remplit un verre, un enfant raconte sa journée avec des mots qui tombent de travers. Quelqu’un rit avant la fin de l’histoire. Le plat refroidit pendant qu’une inquiétude cherche sa phrase. Sous la nappe, les jambes bougent, les épaules descendent, les visages se tournent. Le corps a déjà compris que quelque chose circule.
Une table possède une étrange géométrie. Elle maintient la place de chacun tout en laissant les mains se rejoindre. Ce qui la traverse change de nature. Le pain diminue lorsqu’on le partage, une histoire s’agrandit, une peine perd un peu de son poids. Chacun reprend ce qu’il a donné, légèrement transformé par son passage chez l’autre. Le plaisir commence dans cette transformation imprévisible.
Pendant une conversation, deux personnes ajustent leur débit de voix, leurs gestes, leurs silences, parfois leur respiration. Le cerveau anticipe la parole qui arrive, corrige ses prédictions, cherche dans un regard le signe qu’il peut continuer. Cette coordination facilite la compréhension et renforce parfois le sentiment de proximité. Certaines conversations reposent davantage qu’une heure passée seul. Le corps se calme en découvrant qu’il ne porte plus toute la réalité à lui seul.
L’enfant apprend ce mouvement bien avant de savoir parler. Il tend un objet, attend qu’un adulte le prenne, puis réclame qu’on le lui rende. Il recommence jusqu’à l’épuisement des parents, avec le sérieux d’un chercheur. Il découvre qu’un geste adressé peut recevoir une réponse, et que ce qui circule entre deux personnes continue de les relier pendant l’attente. Plus tard, la table familiale lui apprendra à patienter, à interrompre, à écouter, à mentir parfois, puis à sentir le poids du mensonge au milieu des assiettes.
Je connais aussi les repas où l’échange se dessèche. Je demande comment s’est passée la journée en regardant le lave-vaisselle. Un enfant répond « bien » sans lever les yeux. Chacun consulte son écran entre deux bouchées. Personne ne se dispute. Tout semble calme. La famille occupe pourtant la même pièce comme des voyageurs réunis dans une salle d’attente. Le silence devient une manière polie d’éviter le risque d’être atteint.
Dans le couple, la table finit parfois par ressembler à un registre. J’ai fait ceci, tu n’as pas donné cela, j’ai cédé samedi, tu me dois dimanche. Les gestes conservent leur apparence, mais chacun surveille le retour sur investissement. Même la tendresse reçoit une échéance. Ce calcul naît de fatigues ordinaires, de promesses mal comprises, de besoins restés trop longtemps sans langage. Le comptoir s’installe lentement à la place de la table.
Nos institutions reproduisent cette déformation à plus grande échelle. À l’école, un enfant donne son attention et reçoit une note. Au cabinet, un patient livre son corps en symptômes et reçoit un code, une ordonnance, parfois quelques minutes de présence véritable. Devant l’administration, une existence entière doit entrer dans les cases d’un formulaire. Ces cadres permettent de transmettre, de soigner et d’organiser. Lorsque la procédure absorbe la rencontre, l’être humain repart traité sans avoir été rencontré.
Le monde numérique promettait d’agrandir la table. Il l’a réellement étendue jusqu’aux continents, aux langues et aux solitudes éloignées. Puis les plateformes ont placé une caisse sous chaque conversation. Un mot devient engagement, une colère devient durée de consultation, une confidence devient donnée. Nous croyons échanger entre nous tandis que d’autres mesurent ce qui circule. La parole offerte pour atteindre quelqu’un devient une matière première récoltée pendant son trajet.
Le coût se lit moins dans les discours que dans les corps. Des mâchoires restent serrées après une réunion où personne n’a parlé vrai. Des enfants haussent le volume pour obtenir un visage. Des adultes vivent entourés de messages et privés de présence. La mâchoire finit par porter la conversation qui n’a pas eu lieu. La société appelle cela agressivité, désengagement ou manque d’adaptation. Elle nomme le symptôme et oublie la table vide.
Pourtant, une table se reconstruit avec peu. Un téléphone retourné. Une question dont on accepte vraiment la réponse. Un silence assez vaste pour ne pas voler la phrase suivante. Le plaisir naît dans le léger déplacement intérieur produit par le passage de l’autre. C’est ainsi que l’on reconnaît encore une table. Personne n’y reçoit exactement ce qui lui était dû, et chacun en repart avec quelque chose que nul n’avait apporté.

from miskarafael
Helsingin Sanomat uutisoi tällä viikolla, että Kela lopettaa uusien syöpälääkkeiden korvaamisen. Tämä tarkoittaa, että kustannukset siirtyvät hyvinvointialueiden maksettavaksi. HS:n mukaan vuosittaiset kustannukset olisivat n. 100 miljoonaa euroa.
Muutos koskee vain julkista terveydenhuoltoa. Yksityisellä puolella syöpää hoidattavan on edelleen mahdollista saada Kelakorvaus uusiimpiin lääkkeisiin.
Miksi näin?
Koska Orpon hallitus haluaa tappaa köyhät.
Ensiksi hallitus leikkaa hyvinvointialueiden rahoitusta, joka on jo moninkertaisesti liian pieni. Jonot ovat pitkiä ja hoidontarpeen arviointiin ei ole resursseja. Ihmisiä syynätään viiden minuutin keskustelun kautta liukuhihnamaisesti.
Vakavat sairaudet ehtivät edetä kun diagnoosit venyvät mikä ruuhkauttaa terveydenhuoltoa entisestään ja johtaa lisäresurssien tarpeeseen erikoissairaanhoidossa. Se on epäinhimillistä. Kyse on ihmishengistä. Lisäksi ollaan tilanteessa, jossa terveysongelmat kasvavat. Yle uutisoi, että suurten ikäluokkien vanhetessa syöpien määrä tulee kasvamaan.
Terveydenhuollon kriisiä on paisutettu koko 2000-luku. Aina on sieltä täältä nipistetty ja nyt ollaan katastrofin partaalla. Ja oikeisto on leikkaamassa lisää.
Ja koko hommaa perustellaan valtionvelalla ja rahanpuutteella – mitkä ovat uusliberaalin vaikuttamisen vanhimmat tunteeseen vetoavat keinot.
Samaan aikaan hallitus on tehnyt idioottimaisia ja täysin ideologisia, hyvinvointivaltiota romuttavia päätöksiä.
Vahvimmin mieleeni jäänyt tapaus tältä hallituskaudelta on oluen verotuksen alentaminen. Verotusta alennettiin laskennallisesti siten, että valtio ottaa takkiin 25 miljoonaa euroa vuodessa. Kaupan hyllyllä tämä alensi oluen hintaa n. 9 senttiä litralta. Mitätön vaikutus kuluttajalle. Ja valtio ottaa takkiin.
Ja heti perään leikattiin lastensuojelun jälkihuollosta alentamalla ikärajaa. Tavoitteena 25 miljoonan euron vuosittaiset säästöt. Heikoimmassa asemassa olevien nuorten tulevaisuus heitettiin romukoppaan.
Kuka tahansa näkee, ettei näissä päätöksissä ole mitään rationaalista. Ne ovat puhdasta, häiriintynyttä ja sairasta ideologiaa.
Ja sama meno jatkuu: vähennetään rikkaimpien verotusta. Lopetetaan uusimpien syöpälääkkeiden kelakorvaukset.
Mutta rahaa löytyy kyllä pääministerin kaverin hallihankkeelle.
Hallitus ei halua luoda hyvinvointia Suomeen. Heidän toimensa ovat kaukana siitä. Tässä on kyse strategisesta ja tavoitteellisesta toiminnasta murentaa hyvinvointivaltiota ja sortaa heikoimassa asemassa olevia.
Oikeisto haluaa luoda luokkayhteiskunnan, jossa varattomat ovat vain työnsä summa – keino varakkaille ylläpitää ja kasvattaa varallisuuttaan. Työttömien määrä pidetään korkeana, jotta työttömät joutuvat kilpailemaan työpaikoista ja alisteisessa asemassa ovat valmiita hyväksymään heikommat työehdot. Ja työehtoja on pyritty heikentämään jo vuosikymmeniä.
EK:n setien märkä päiväuni on päästä eroon yleissitovuudesta ja oikeastaan perua kaikki työntekijän oikeudet. Hallitus EK:n palvelijana mielellään pyrkii tällaista hanketta toteuttamaan. On rajoitettu lakko-oikeutta, poistettu ammattiliittojen verovapaus ja tuhottu kolmikanta sitomalla valtakunnansovittelijan kädet sitomalla palkankorotusehdotukset vientialan palkkoihin.
Oikeisto haluaa luoda yhteiskunnan, jossa huono-osaiset ovat vain varakkaiden palvelijoita. Orjia. Poisheitettäviä. Sairaus iski? Kuole pois. Et jaksa työskennellä 12h 6x viikossa? Otetaan toinen tilalle. Meillä on iso reservi. Työhön kannustaa, kun pitää valita ostaako ruokaa vai lääkkeitä.
Kaiken poliittisen toiminnan voi oikeastaan kiteyttää todella yksinkertaiseen kysymykseen:
Keitä yhteiskunnan pitäisi hyödyttää?
Hallituksen mukaan rikkaita. Kaikki muut ihmiset ovat vain työkaluja vaurauteen ja yhteiskunnalliset instituutiot ja parlamentaarinen demokratia ovat vain työkaluja tämän tavoitteen saavuttamisessa. Tämä on ollut fakta niin kauan kuin modernit kapitalistiset demokratiat ovat olleet olemassa. Poliittiset järjestelmät on suunniteltu pääoman ehdoilla: päätökset tekevät vain harvat ja puolueet toimivat portinvartijoina siinä, että kuka voi osallistua poliittiseen toimintaan. Puhumattakaan siitä, että parlamentarismissa tarvitsee näkyvyyttä – eli taloudellista ja sosiaalista pääomaa päästäkseen edes lähelle päätöksentekoa.
Ja rivikansanedustajan valta on varsin pieni. Puolekurin mukaan pitäisi äänestää ja puoluejohto kabineteissaan päättää kuinka äänestetään. Järjestelmä on suunniteltu siten, että konkreettiset talouteen liittyvät kysymykset on jätetty parlamentaarisen vallan ulkopuolelle. Toki poliitikot voivat säädellä talouden raameja ja tehdä säädöksiä, mutta loppujen lopuksi valta materiaalisten tarpeidemme tyydyttämisestä on yrityksillä. Koko taloudellis-yhteiskunnallinen järjestelmä toimii voitontavoittelun ehdoilla.
Koen epätoivoa. En ole varma, voiko enemmistö voittaa. Peli ei ole reilu. Sen säännöt on suunniteltu enemmistön etua vastaan. Voitot menevät kaiken muun edelle.
Elämän. Luonnon. Rakkauden.
Kaiken edelle.
Ja kuinka saatat kehdata kyseenalaistaa vallitsevaa järjestelmää? Laki on yhtä kuin moraali ja moraali yhtä kuin oikein. Oletko radikaali? Moraaliton? Yhteiskunnalle vaarallista ainesta?
Älä mieti sellaisia. Ne ovat vaarallisia juttuja. Meidän yhteiskuntamallimme on paras mahdollinen mitä on. Muuten meillä olisi jotain muuta. Äänestä ja ole ahkera. Tee työtä.
Niin me rakennamme paremman huomisen.
I have placed “Revision As Epistemology” in The Marshall Review, where it belongs as a short essay. But it also belongs near the beginning of this notebook because it names something central to the practice.
Revision of one's own writing is not simply correction after thought. It is one of the ways thought discovers what it is trying to say. That matters here.
This notebook is not a side-channel for leftovers, nor a blog in the usual sense. It is a place for method in motion: fragments, observations, trials, tensions, and small acts of recasting before they become something more settled.
If the finished essay gives the voice, the notebook gives some trace of the movement by which the voice finds its footing.
from
Rippple's Blog

Stay entertained thanks to our Weekly Tracker giving you next week's Anticipated Movies & Shows, Most Watched & Returning Favorites, and Shows Changes & Popular Trailers.
= Obsessionnew The Devil Wears Prada 2+6 Project Hail Mary-2 The Sheep Detectivesnew Enola Holmes 3new Toy Story 5new Backroomsnew The Furious-3 Michaelnew Passenger= House of the Dragonnew Silo= Rick and Morty= Dutton Ranch= The Bear-4 FROMnew X-Men '97= Avatar: The Last Airbender= Cape Fear-3 Widow's BayHi, I’m Kevin 👋. Product Manager at Trakt and creator of Rippple. If you’d like to support what I'm building, you can download Rippple for Trakt, explore the open source project, or go Trakt VIP.
from DrFox
Dans une vallée oubliée des hommes vivait une créature ancienne que l’on appelait le Mariage. Lorsqu’elle naissait, les cloches sonnaient assez fort pour couvrir les premières fissures de ses os. Les familles se réunissaient, les photographes fixaient les sourires et les promesses montaient vers le ciel sous les applaudissements. Deux êtres s’avançaient vers l’autel avec leurs peurs maquillées, leurs manques habillés de blanc et leurs blessures dissimulées sous les fleurs. Ils parlaient d’amour parce que ce mot donnait une dignité à tout le reste. La peur de vieillir seul, le besoin d’être choisi, la recherche d’un toit, la faim de sécurité, le désir d’avoir des enfants ou l’espoir qu’un autre réparerait enfin ce que était brisé dès le départ.
Ils apportaient leurs blessures comme une dot et leurs silences comme un héritage. Puis des enfants naissaient au milieu de cette architecture bancale. On leur apprenait le mot famille avant qu’ils soient assez grands pour reconnaître les mensonges qui les bordaient dans le lit. On les photographiait entre deux adultes déjà étrangers l’un à l’autre. Leur innocence servait de rideau devant les fenêtres condamnées.
Les années passaient et la créature pourrissait encore debout. Elle continuait à recevoir des invités, à célébrer les anniversaires et à souhaiter de bonnes fêtes aux voisins. Les repas devenaient des interrogatoires silencieux. Les chambres, des frontières. Les gestes tendres des formalités administratives. Les souvenirs, des pièces à conviction soigneusement conservées pour le procès à venir. Chacun constituait secrètement les archives de la guerre tout en affirmant vouloir sauver la paix.
De l’extérieur, cela ressemblait toujours à une famille.
Le divorce ne tuait pas la créature. Il ouvrait seulement la porte de la chambre nuptiale où son cadavre attendait depuis des années.
Alors l’odeur se répandait dans toute la vallée et les vautours commençaient à descendre. Ils ne tuaient rien. Ils arrivaient toujours après la mort, lorsque chacun pouvait prétendre qu’il venait aider sans avoir à répondre de ce qui avait réellement été détruit. Ils connaissaient la différence entre une douleur ordinaire et une douleur exploitable. Ils savaient qu’une famille en décomposition produit de l’argent, des emplois, de l’électroménager en double, des rapports, des statistiques, des audiences et cette forme discrète de pouvoir que l’on obtient lorsque des êtres effondrés doivent demander la permission de continuer à vivre.
Les avocats venaient les premiers. Ils donnaient à la haine une syntaxe juridique et à la vengeance une apparence raisonnable. Ils transformaient les souvenirs en arguments, les arguments en procédures et les procédures en factures. Ils apprenaient à chacun comment reformuler sa douleur afin qu’elle devienne recevable, comment choisir les détails qui blesseraient le mieux et comment présenter une volonté de destruction sous les habits impeccables de la protection. Chaque lettre promettait de mettre fin au conflit tout en préparant la suivante. Plus la famille saignait, plus le dossier prenait du poids.
Puis les violences étaient prononcées. Violences physiques, sexuelles, économiques ou psychologiques. Certaines étaient réelles, anciennes, répétées et longtemps dissimulées derrière la porte du foyer. Parfois elle décrivait une emprise véritable. Parfois elle offrait un nom clinique à une haine ordinaire. Dans les deux cas, le mot suffisait à ouvrir les portes de la police, des services sociaux, des médecins, des psychologues et des tribunaux. Dès lors, chaque geste changeait de nature. Une main posée sur une épaule devenait une emprise possible, une colère une menace, un silence un châtiment, une maladresse une stratégie de domination. La vérité cessait d’être ce qui s’était produit. Elle devenait ce que chacun parvenait à faire inscrire dans le dossier avant l’autre.
La police recueillait les plaintes, consignait les accusations, photographiait les traces, confrontait des récits bâtis avec les ruines d’une même histoire. Elle devait décider où commençait la peur, où finissait la colère et ce qui, au milieu, pouvait devenir une infraction. Mais une famille morte ne parle pas avec la précision exigée par les formulaires. Elle bégaie, se contredit, se rappelle trop tard, oublie trop tôt. Alors la complexité humaine était réduite à des cases, à des heures, à des dates et à quelques phrases capables de faire basculer une existence. La violence véritable entrait parfois dans la même chemise cartonnée que l’accusation mensongère. Le papier ne criait pas. Il portait le même en tête.
Les services sociaux entraient ensuite dans les maisons au nom des enfants. Ils regardaient les chambres, les réfrigérateurs, les jouets et les visages. Ils demandaient aux petits de raconter ce que les adultes avaient déjà recouvert de leurs versions. Une hésitation devenait une observation. Une phrase répétée devenait un signal. Un enfant silencieux inquiétait. Un enfant trop bavard inquiétait aussi. S’il pleurait, son chagrin confirmait quelque chose. S’il riait, son détachement pouvait également confirmer quelque chose. Tout devenait interprétable parce que, dans une famille en guerre, l’innocence elle même finit par produire des indices.
Les intentions individuelles pouvaient être honnêtes. Cela ne changeait rien à la faim de la machine. Elle exigeait des entretiens, des synthèses, des visites, des signalements et de nouvelles évaluations pour expliquer les précédentes. Elle appelait cela suivre la situation. Pendant ce temps, les enfants apprenaient à répondre sans trahir, à aimer sans le montrer, à mesurer chaque mot avant de l’offrir à un adulte qui le recopierait peut être dans un document qu’ils ne liraient jamais. Leur enfance devenait un territoire d’enquête.
Les experts arrivaient à leur tour avec des mots propres pour nommer la saleté. Ils transformaient les cris en symptômes, les peurs en hypothèses et les liens en dynamiques. Ils observaient une heure ce que la famille avait mis quinze ans à détruire, puis déposaient leur conclusion dans un rapport. Ce rapport serait cité, contesté, interprété, amputé de son contexte et brandi comme une vérité par celui qu’il arrangeait le mieux. Même le doute devenait rentable puisqu’il justifiait une expertise supplémentaire.
La justice recevait enfin les restes. Elle pesait des versions impossibles à vérifier avec une balance usée par mille autres malheurs. Elle décidait qui dormirait où, quel parent verrait les enfants, à quelle heure ils changeraient de maison et combien de jours d’amour seraient accordés à chacun. L’État apposait son sceau sur la ruine, ponctionne lui aussi au passage et donne à l’impuissance humaine la majesté d’une décision officielle. Il appelait cela trancher.
Autour du cadavre, les banques vendaient les murs, les notaires comptaient les pièces, les assurances cherchaient la clause qui leur permettrait de ne rien couvrir et les psychologues facturaient les conséquences. Les médecins prescrivaient de quoi dormir au milieu du carnage. Les huissiers donnaient une date aux menaces. Les administrations exigeaient des justificatifs prouvant que la vie détruite avait bien existé. Même les serruriers avaient leur part lorsque les clés ne servaient plus à ouvrir une maison, mais à empêcher quelqu’un d’y revenir.
Rien n’était volé. Tout était prélevé selon les règles. La civilisation avait seulement appris à facturer chaque étape de la décomposition.
Au bord de la carcasse, les enfants attendaient toujours leurs parents. Ils ne retrouvaient plus que deux adversaires parlant en leur nom. Ils passaient d’une maison à l’autre avec leurs vêtements dans un sac, petits réfugiés d’une guerre que les adultes continuaient d’appeler une séparation. On leur demandait où ils se sentaient le mieux, comme si choisir une moitié de leur propre chair pouvait devenir une preuve de maturité. Ils apprenaient à cacher leur joie au retour de l’un pour ne pas blesser l’autre. Ils comprenaient qu’un souvenir heureux pouvait servir d’arme et qu’un mot d’amour prononcé devant la mauvaise personne avait le prix d’une trahison.
Les parents, eux, se racontaient qu’ils s’étaient bien séparés après des difficultés. Ils disaient l’avoir fait pour les enfants, pour leur éviter les disputes, pour leur offrir deux foyers “apaisés”. Ils appelaient maturité le fait de ne plus crier devant eux, même si la guerre continuait dans les messages, les silences, les retards, les calendriers et les regards. Ils répétaient que les enfants s’adaptent, formule commode par laquelle les adultes transforment la résignation des petits en preuve de leur propre “sagesse”. L’un retrouvait le désir, l’autre la paix, chacun une chambre neuve et une histoire capable de rendre son départ honorable. Les parents avaient obtenu leur “liberté”. Ils avaient seulement oublié de préciser que la facture serait adressée à ceux qui n’avaient rien demandé.
Les proches regardaient la scène avec une compassion gourmande. Certains choisissaient un camp afin de goûter au plaisir d’être du côté du bien. D’autres rapportaient les confidences, distribuaient les condamnations et racontaient le désastre à table. Les couples encore debout observaient la carcasse et se serraient l’un contre l’autre. Ils se croyaient meilleurs, plus solides, plus intelligents. Le malheur des autres donnait soudain à leur propre médiocrité l’apparence d’une victoire.
Le soir, tous les vautours rentraient chez eux. Ils embrassaient leurs enfants, demandaient comment s’était passée leur journée et parlaient d’amour autour d’une table chaude. Les avocats racontaient qu’ils avaient défendu. Les policiers qu’ils avaient protégé. Les services sociaux qu’ils avaient accompagné. Les experts qu’ils avaient éclairé. Les juges qu’ils avaient décidé de façon éclairée. Chacun trouvait un mot honorable pour désigner le morceau qu’il avait emporté.
Puis ils dormaient paisiblement.
À l’aube, ils reprenaient leur vol, car les cloches sonnaient déjà dans une autre église. Une nouvelle créature venait de naître sous les fleurs, les promesses et les sourires. Personne ne regardait ses os. Personne ne voulait entendre leurs premiers craquements.
Dans cette vallée, l’amour ne faisait vivre que quelques poètes.
Sa décomposition nourrissait tout le reste.

from Valentin Binotto
Valentin Binotto
Derzeit lassen sich mit grosser Sorge weltweit Vorstösse beobachten, welche unter diesem oder jenem Deckmantel die Freiheit des Individuums und dadurch auch zwangsläufig die Freiheit der Menschengemeinschaft zu untergraben, ja gar vollständig zu zerstören, versuchen.
Der die rote Fahne schwingende Zwerg im sogenannten “Vereinigten Königreich” (welches korrekterweise als “Reich der erbärmlichen Gestalten und Imperialisten” bezeichnet werden müsste) verkündet die Absicht aus “Sorge um die Kinder” “schädliches” Material aus dieser Manifestation des anarchistischen Gedankens, dem Netz aller digitalen Netzwerke (auch im Alltage “Internet” genannt), tilgen zu wollen respektive den Zugang dazu einzuschränken.
Diese und weitere Bemühungen vonseiten Staat und Wirtschaft (siehe dazu die Anstrengungen verschiedener privatwirtschaftlicher Unternehmungen, die erwähnte “Altersprüfung” voranzutreiben) treffen richtigerweise auf enormen Widerstand in den Reihen der Denker, der Ingenieure, der Philosophen und der Anarchisten. Jeder einigermassen gebildete und freiheitsliebende Mensch verspürt nichts anderes als grossen Hass gegen solche Versuche der Freiheitsberaubung.
Leider dürfen wir hier aber auch teilweise den Auftritt von einigen erbärmlichen Figuren beobachten, welche sich lautstark der “linken Ideologie” zugehörig erklären, gleichzeitig aber sich in Verständnis für die angeblichen Sorgen der Diktatoren üben. Sie werfen, wie insbesondere für Marxisten üblich, mit technischen Begrifflichkeiten um sich, obschon sie offensichtlich bereits schon die Spur von Verstand und Wissen um die aufgebrachte Thematik vermissen lassen.
Die vorgebrachten Argumente resp. Sorgen lassen sich in zwei gleichermassen lächerliche Kategorien einteilen: Die Sorge um die bestehende “Demokratie” (oder um die Sicherheit eines anderen Elements) sowie die Sorge vor dem “Zerfall der Moral”:
Unser Trottel, der sich wahrscheinlich auch vor der Dunkelheit fürchtet, bangt jede Sekunde um seine hochgelobte “Demokratie”. “Demokratie”, welche er in der Form einer parlamentaristischen Diktatur verwirklicht sieht. Sein Bruder, und noch stärker Fehlgeleitete, sieht sich beinahe schon sexuell angezogen vom geschätzten “Mehrheitsprinzip”. Gemeinsam haben sie die Ablehnung des Prinzips des Konsenses, also der freien und ehrlichen Übereinstimmung sämtlicher betroffener Elemente, als ein Ding der Unmöglichkeit, sowie die Überzeugung, dass das vorherrschende politische und gesellschaftliche Gebilde in ihrem Wirkungskreis mit den ihrigen Interessen in Einklang gebracht werden kann.
Wir möchten hier die, bereits schon seit Jahrhunderten begangene, Vergewaltigung des Demokratiebegriffs anprangern. Diese Begriffsverklärung hat offensichtlich ihre Früchte getragen, so lassen sich doch Menschenmassen hinter der Idee eines Staatsapparats, welcher dem kleinen Mann in regelmässigen Abständen das Recht zugesteht über dieses und jenes Geschäft abzustimmen, bringen. Sie beauftragen diesen Staat mit dem Schutz ihrer Haut, ein Auftrag, welchem der Staat übrigens nur äusserst selten effektiv nachkommt, und opfern damit ihre Freiheit für die scheinbare Sicherheit.
Der Dummkopf fürchtet um diesen kleinen Rest von Lebensinhalt der ihm bleibt, er klammert sich an die letzten kümmerlichen “Rechte” welche ihm sein geliebter Vater Staat zugesteht. Er verwehrt sich dem Gedanken an einen Umsturz des gesamten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Lebens in der Angst das kleine Stück Wiese, auf welchem er sich derzeit befindet, bei dieser Revolution verlieren zu können. Deshalb ist es völlig eindeutig, dass die Emanzipation des einfachen Bürgers zwar zu einem erheblichen Teil von der Heranbildung bzw. dem Wiederauflebenlassen des innersten Freiheitsdranges durch die Konsumation von entsprechender Literatur sowie durch Austausch mit seinen Mitmenschen abhängt, dass aber das schlussendliche Abstreifen des Mantels des kleinen Bürgers und die Überwindung der Klassengesellschaft sowie der Autorität erst durch die vollständige Zerstörung des letzten Haufens Ballast, dessen möglicher Verlust im Verlaufe einer Revolution dem Betroffenen als “Angst” eingepflanzt wurde, möglich wird. Dieser Ballen trägt häufig den Namen der “Bürgerrechte” und ist Ausdruck der Überzeugung, dass dem Menschen durch den Staat, durch Gott, durch die Eltern oder durch andere Autoritäten Rechte und “Freiheiten” zugestanden werden können und müssen. Von der Tatsache, dass der Plural von “Freiheit” intelligent eingesetzt ist, da sie suggeriert, Freiheit könne in Teile geschnitten und so gemassregelt werden, sei an dieser Stelle aus Platzgründen abgesehen.
Das rücksichtslose Niederbrennen des bürgerlichen Lebens, das Erschüttern der Grundmauern, welche den Namen “Verfassung” oder “Gründungsurkunde” tragen und die Ablehnung der erwähnten “Bürgerrechte” erfolgen um der zutiefst menschlichen ja universellen Überzeugung Platz zu machen, dass die Existenz an sich die völlige Freiheit besitzt und lediglich deren Ausdruck bzw. Ausübung von inneren und äusseren Kräften geformt werden kann. Schlussendlich stellt sich hier eine philosophische Frage nach dem Inhalt der Freiheit, nach dem Unterschied zwischen jener universell anwesenden Kraft welche wir hier “theoretische Freiheit” nennen möchten und dieses hervorgebrachten Ausdrucks welchen wir “praktische Freiheit” nennen wollen. Die eingehendere Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung sei jedoch zu einem anderen Zeitpunkte anzusetzen.
Der kleine Lumpensammler eilt bei jeder Forderung nach Freiheit der Persönlichkeit, damit auch bei diesem im Zusammenhang mit den technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit ausgestossenen Ausruf, sogleich herbei und kramt im Strohballen nach Gegenargumenten. Sobald sein Schädelinneres einige Gedankenfetzen zutage gefördert hat, entfahren ihm diese undurchdachten Worte: “Im Namen der Sicherheit!” schreit er laut und eine Berufung auf den “guten Geschmack” erfolgt oder, diese Göttlichkeit der besonderen Art, “das Gemeinwohl” wird bemüht. Er fährt fort und erzählt Schauergeschichten von den angeblichen Gefahren des freien Wortes, des freien Austausches für das Kindeswohl, für die mentale Gesundheit (um welche es ironischerweise genau beim Redner nicht allzu gut zu stehen scheint). Er fasselt von “Schäden” verursacht durch die Pornografie, von Geistern welche dem Kinde auflauern und es verschleppen möchten oder, noch durchsichtiger, von den “unzähligen Beleidigungen” welchen er einen Riegel vorschieben möchte.
Es ist für uns ganz klar, dass sich hier nichts anderes geäussert hat, als der erbärmliche Charakter eines degenerierten Schwachkopfes, der, unfähig sich seines eigenen Moralempfindens zu bedienen oder zumindest nicht in der Lage dem inneren, freiheitsliebenden Kind die Fesseln abzunehmen, mit dem Gedanken der persönlichen Freiheit nichts anfangen kann und sich lieber jedem Verführer an den Hals wirft, der ihm einen Tauschhandel vorschlägt: Sicherheit gegen Freiheit.
Er will nach der Legitimation jeder Handlung des Individuums fragen, wirft sich bereitwillig jenen Kantschen Ideen an den Hals, welche wir als im Zustande der geistigen Umnachtung verfasst betrachten, und ruft nach der Schaffung eines Moralkonstrukts, eines “bürgerlichen Gesetzbuches” des “rechten Handelns”. Er ist unfähig den Gedanken der Freiheit konsequent weiterzudenken, ihm die Ablehnung einer aufgetragenen Moral zu entnehmen und damit die Zerstörung aller Autorität zu fordern.
Diese Amöbe sieht sich als “Verteidiger der Schwachen”, doch das genaue Gegenteil ist der Fall: Es handelt sich hier um einen Attentäter, einen Angreifer, welcher die Emanzipation des kleinen Arbeiters unterbinden möchte unter dem Vorwand des Schutzes. Er ist Gegner der persönlichen Freiheit aller, da er an die Beschränkung des Individuums, an das Aufstellen von Schranken glaubt. Er begeht den, für Marxisten übrigens typischen, fatalen Fehler, sich selbst oder eine sogenannte “Partei” als Kämpfer, als Vertreter des Kleinen anzupreisen. Damit aber wird nicht die Befreiung des Menschen herbeigeführt sondern die Versklavung desselben fortgeführt mit der Logik, dass der Staat die Freiheit des Bürgers erkämpft sowie dann im weiteren Sinne auch anstelle des Bürgers “lebt” also den “dummen Bürger” durch eine “intelligente Institution” ersetzt.
Jeder degenerierte Gedankenverdreher, welcher “im Namen der Sicherheit” seine Freiheit und auch die Freiheit anderer opfert oder ausgibt, als Vertreter des Einzelnen in den Freiheitskampf zu ziehen, ist ein direkter Feind der Freiheit. Er kann der ganzen Tag erzählen, er würde für die Freiheit seines Mandanten sorgen, an der Stelle dieses Kunden würde er die Last auf seine Schultern nehmen und mit dem Säbel den Unterdrücker aufspiessen. Wir, die kommunistischen Anarchisten, aber wissen, dass dieser Anwalt, dieser Vertreter damit keineswegs Freiheit schafft sondern vielmehr Freiheit raubt. Der kleine Bürger, der vollständigen Selbstverantwortung beraubt, verliert jeden Bezug zum “freien Leben”, zum Kampfe um die eigene Freiheit. Er verbleibt weiter in der Position des stillen Ertragens und findet er sich eines Tages in einer Diktatur wieder (was zwangsläufig geschehen wird als Folge des Abtretens des Freiheitskampfes) und beschwert sich nun lautstark über die erfolgte Täuschung. Bei dieser Beschwerde aber werden wir ihm nicht ohne, zugegebenermassen eher kleingeistige, Befriedigung unter die Nase halten, dass wir schon vor Zeiten vor dieser Gefahr warnten, doch er unsere Worte nicht zu schätzen wusste und statt sich seiner Freiheit selbst anzunehmen dem Marxisten, dem Parteivorstand diese Aufgabe übertrug. Wir hier also mit Fug und Recht behaupten dürfen, dass sich unser kleiner Zwerg seiner Verantwortung nun endlich bewusst werden muss, um dieser misslichen Situation zu entfliehen.
Kaum haben wir dies verlauten lassen, so stürmt aufs Neue der Apparatschik die Bühne und wirft uns den Vorwurf an den Kopf “nach dieser Logik ja auch eine Verantwortung für die Opferwerdung im Falle einer erfahrenen Gewalttat zu erkennen” und damit eine “Schuldumkehr” vorzunehmen. Hier wird das Unvermögen des kleinkarierten Anbeters der göttlichen Partei sich mit der Frage nach Verantwortung über das Selbst auseinanderzusetzen, ersichtlich. Es ist für den Denker zu erkennen, dass der Einzelne die volle Verantwortung für die Erkämpfung seiner eigenen Freiheit trägt, wir damit auch aussagen, dass er und nur er selbst sich um die Verteidigung dieser Freiheit kümmern kann, wir aber keineswegs den Drang verspüren, ihm im Falle von erlittenem Leid mit Desinteresse zu begegnen, sondern ihm die Hand reichen und aufhelfen möchten, so dass er danach wieder auf eigenen Beinen stehend sich erneut dem Freiheitskampfe widmen kann. Die Frage nach der “Schuld” bei erlittenem Leid ist generell nicht hilfreich, halten wir uns doch so mit Nichtigkeiten auf während die zentrale Frage nach der Befreiung und damit der Beseitigung des Zustandes der Unfreiheit, dieser Unterdrückung die ursprünglich zur Zufügung eines Schadens geführt hat, nicht eines Blickes gewürdigt wird. Wir möchten also lieber ausrufen “Was können wir tun um dich im Kampfe um deine Freiheit und Selbstverantwortung zu unterstützen?” anstelle von “Wer hat Schuld an diesem Zustand in welchem du dich befindest?”. Die Suche nach dem sogenannten “Schuldigen” ist ein Akt des Staates, welcher mit seinen Gesetzbüchern unter dem Arm nach einem Sündenbock für dieses oder jene Leid sucht. Er unterbindet mit der Behandlung der Schuldfrage weiter, dass ein grösserer Diskurs zum Thema der freien Entfaltung stattfindet, sorgt sich also in erster Linie um das eigene Wohl und gibt den Betroffenen von dieser oder jener Gewalttat vor, dass sie eine Befriedigung erfahren würden durch die Hinrichtung des gefundenen “Täters”.
Resultat der sogenannten “strafrechtlichen Betrachtung” ist die Hinrichtung eines kleinen Vogels, selbst wiederrum Opfer des Staates, Opfer der Gesellschaft in deren Namen der Staat seinen Gewaltakt vollzieht und Opfer aller Schwätzer und Ignoranten, welche ihm seine Freiheit rauben möchten mithilfe der Stärkung des Staatsapparates in Form von Ausstattung der “Strafverfolgungsbehörden” sowie mittels des öffentlichen Verschreiens der individuellen Freiheit als Gefahr für das Gemeinwesen. Der Staat profitiert vom Leid welches beispielsweise ein Opfer eines Übergriffes erfährt, denn er instrumentalisiert diesen Schmerz und legt diese Bilder dem einfachen Bürger vor um ihm damit in Angst und Schrecken zu versetzen. Der Staat, dieser grösste aller Terroristen, macht den bösen Geist des Einzelnen für jedes Leid und jeden Schmerz verantwortlich und ruft zur Bändigung dieses Ungeheuers auf in Form von Gesetz und Vorschrift. Er verschweigt gekonnt, dass die Ursache des allergrössten Teils an Gewaltakten (wir exkludieren hier bewusst jede sogenannte “Straftat” gegen Staat oder Kapital, diese sind in den Augen der Kapitalisten und Diktatoren äusserst schädlich, aber der kleine Arbeiter sieht in solchen Handlungen selten etwas verwerfliches, wir Anarchisten gar lachen nur über die Haltung, dass solche Taten zum Nachteile der “Mitbürger” seien) eine Gefühlsregung des kleinen Mannes (mit welcher dieser nicht umzugehen weiss und sich an den Werkzeugen des Staates orientiert, der Gewalt, um sich hier, scheinbar, Abhilfe zu schaffen) oder eine bereits länger andauernde mentale Belastung des “Täters” durch Umstände wie andauernde Kriege, Verlust von Freunden, Furcht vor mangelhafter Versorgung mit Nahrung etc. ist.
Wir müssen eine Umgebung schaffen, in welcher sich jede Persönlichkeit völlig frei entfalten kann. Diese freie Entfaltung wird niemals durch die Einführung von Freiheitseinschränkungen für Dritte eintreten. Im Gegenteil: Die Freiheit eines Jeden ist Voraussetzung für die Freiheit aller.
Die freie Entfaltung eines Jeden beinhaltet zwangsläufig auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Seelenleben. Diese Betrachtung ist, wie unser Freund Freud uns vermutlich bestätigen würde, zentral für die Bewältigung des Lebens, für die “Findung des Selbst”. Der Psychiater fungiert in dieser Welt als Berater, als Gehilfe, welcher dem “Patienten” zur Seite steht und ihm nahelegen möchte, sich selbst um die Erlangung der eigenen Freiheit zu kümmern.
Unsere Priester des sogenannten “Materialismus” haben offensichtlich das Herz am rechten Fleck: Sie sorgen sich um den kleinen Arbeiter, dieses Opfer der kapitalistischen Ausbeutung, und rufen zur Vernichtung der Ausbeuterklasse auf. Wenngleich die Marxsche Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems uns als äusserst präzise und treffend erscheint, so möchten wir doch an verschiedenster Stelle entschieden Abstand nehmen von den Positionen der selbsternannten Marxisten.
Erweckt bereits die durchaus nüchterne Analyse der wirtschaftlichen Gegebenheiten und die Offenlegung der kapitalistischen Ineffizienz bei uns den Eindruck, dass sich das gemeine Parteimitglied auf die Verschwendung und Wertevernichtung, welche im aktuellen Systeme für dessen Erhalt unbedingt notwendig ist, als Legitimation für die Kritik des kapitalistischen Herrschaftssystems stützt, so sind wir durch die Erhebung der nur sehr einseitigen Betrachtung der Beziehung zwischen Wirtschaft und Gesellschaft zur Theorie des “historischen Materialismus” besonders irritiert: Der Anarchist verabscheut die Herrschaft von Menschen über Menschen, ja von Lebewesen über Lebewesen allgemein, zutiefst und sieht sich keineswegs dazu genötigt eine “Legitimation” für seinen Ärger vorzulegen. Er erzürnt sich aufgrund dieser zutiefst menschlichen Gefühlsregungen, welche nach Freiheit, freier Entfaltung der Persönlichkeit etc. schreien. Er ist ein Gegner der Autorität, weil er ein Freund der Freiheit ist. Der Marxist hingegen begibt sich in seinem Versuch einen wissenschaftlichen Anstrich zu behalten in die Welt der Rechenkunststücke hinab, in eine dunkle Stube in welcher er rechnerisch die Überlegenheit eines kommunistischen Wirtschaftssystems demonstrieren möchte. Wir pflichten ihm insofern in seinen Ausführungen bei als das wir ebenfalls denken, dass die kommunistische Produktionsweise um ein Vielfaches den Reichtum der Menschengemeinschaft steigern würde, wir aber dabei vermerken, dass wir unseren Kampf für ein kommunistisches Leben nicht auf dieser Grundlage führen, ja wir gar die wirtschaftlichen Gegebenheiten für sekundär halten: Wir möchten den Weg für die soziale Befreiung des Menschen ebnen, schlussendlich wird diese zwangsweise auch eine komplette Umgestaltung der wirtschaftlichen Umstände herbeiführen.
Der Rechenmeister aber hat sich derart auf die Kritik der wirtschaftlichen Gegebenheiten eingeschossen, dass er der Befreiung von Mensch und Tier, diesem Kampfe, dem wir Anarchisten uns voll und ganz verschrieben haben, keinerlei Beachtung schenkt. Er stellt sich keine tiefergehenden Fragen nach Moral, Persönlichkeit und Freiheit sondern tut diese als “Träumereien eines Philosophen” ab. Er möchte hier also gleich zur Tat schreiten anstatt zuerst die ihm vorgetragenen Worte zu hören und die Übereinstimmung mit den eigenen Überzeugungen zu prüfen. Dieser Verzicht auf die Festigung des Selbstvertrauens und der Feststellung der eigenen moralischen Vorstellungen und Gedanken führt zur Unterordnung des beunruhigten Individuums sowie die bedingungslose Annahme eines dogmatischen Wertesystems. Damit hat der Marxist bereits das Grab der Revolution gegraben.
Er irrt von nun an in verschiedenen Gremien der sogenannten Partei umher, zieht sich sein Mäntelchen des Diktators über und verschreit die Anarchisten als Chaoten und hoffnungslose Träumer. Er bedient sich jenen Instrumenten, welche der Staat, die Autorität erschaffen und seit Jahrhunderten genutzt hat um den Menschen zu beherrschen: Er schwafelt von den Parlamenten, von der Volksvertretung, von der repräsentativen “Demokratie”. Er erklärt sich bereit die übelsten Taten zu begehen, welchen er als Mensch, als Einzelner, äusserst kritisch gegenübersteht aber in seiner Rolle als Parteigenosse, als roter Soldat sich gezwungen und berechtigt sieht zu vollziehen. Unser Roter gleicht nun einem religiösen Gehirnamputierten, der blind den “vorgesetzten” Stellen gehorcht und dabei sich selbst wie auch den Mitmenschen Ketten anlegt sowie den Mantel des kaltblütigen und empatielosen Soldaten überwirft.
Obschon er sich ohne Scham all jenen Werkzeugen der Autorität bedient welche konträr zur Freiheit stehen, wie (um nur ein Beispiel von Vielen zu nennen) der Einführung des Gedankenverbrechens, so sieht er in den meisten Fällen die Netzwerktechnik, dem Laien in Form des sogenannten “Internets” am häufigsten zu Gesichte kommend, als ein Apparat des Teufels, als ein “Versuch der Verführung”. Uns Anarchisten überrascht diese Haltung der Marxisten (und übrigens auch dieser einen Gruppe von Primitivisten, deren Selbstbezeichnung auch für die Beschreibung ihres Denkapparts geeignet wäre, welche sich als anarchistische Strömung verstehen) keineswegs: Den Marxisten ist die “Freiheit”, wie wir als kommunistische Anarchisten sie verstehen, fremd. Die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches bei gleichzeitiger Wahrung der Autonomie und Selbstverantwortlichkeit der einzelnen Elemente, also die Manifestierung des Gedankens der Freiheit, ist eine anarchistische Idee und damit unvereinbar mit den starren Strukturen der marxistischen Bewegung. Weiter teilen sich die Marxisten mit den Primitivisten das grundlegende Missverständnis von Technologie und Fortschritt: Die bisherigen Entwicklungen in Industrie und Wirtschaft waren geprägt von kapitalistischen Interessen, treten uns damit in für uns negative Art und Weise gegenüber. Der primitive Minimaldenker schliesst daraus auf die “Boshaftigkeit” aller Technologie. Die scharf nachdenkende Frau hingegen sieht die Möglichkeiten der Wissenschaft, der Entwicklung und bemerkt auch, dass, bei aller kapitalistischen Prägung der Technik, überall dieser Kern vorzufinden ist, welcher auf das ursprüngliche Ideal der Freiheit schliessen lässt, welches die Schaffung dieser und jener Entwicklung (jedoch insbesondere der Computer-/Informationstechnik) überhaupt erst ermöglicht hat.
Es sei hier nur noch kurz angemerkt, dass die häufig beklagte “Entfremdung” des Menschen (untereinander und von Ereignissen sowie Konsequenzen der eigenen Handlungen) keineswegs auf die genutzten Technologien zurückzuführen sind sondern die Kapitalisten und Autoritäten geschickt diese Werkzeuge zu missbrauchen wussten und es geschafft haben sie trotz des inhärenten Freiheitsgedankens für ihre Zwecke einzusetzen. Sobald wir beispielsweise das “Internet” wieder als Ausdruck der Freiheit, unserer Freiheit, verstehen, werden wir damit den Austausch der Menschen untereinander, ungeachtet irgendwelcher geografischer Hindernisse, zu fördern wissen.
Abschliessend gibt es wenig zu sagen: Als Anarchisten bekennen wir uns zur Freiheit. Der Freiheit eines Jeden, jeder Persönlichkeit, jedes Tier- und Pflanzenwesens, jedes Steins und jedes Sterns. Wir wissen, dass jede Existenz sich nur selbst für die Erkämpfung, für die Ausweitung ihrer Freiheit einsetzen kann. Aus der Freiheit folgt zwangsläufig die vollständige Selbstverantwortung.
Der grösste Feind der Freiheit ist der Glaube die absolute Freiheit erreicht zu haben. Dieser Trottel nämlich, welcher sich “nach getanem Kampf” auf seinen Lorbeeren ausruhen möchte, greift nun zu allen Mitteln um alle Abtrünnigen und Freidenker einzuschliessen und von der Infragestellung des Status quo abzuhalten. Und obschon er sich als “Verteidiger der Freiheit” sieht, wird er zum Feind derselben.
from An Open Letter
Wow that title actually seems a lot more depressing than it is, I just finally cleaned up all of the trash from both my table and couch! This has been sitting there for months, and I thought I was kind of screwed because it pretty much filled up my living room and I had no clue how I was gonna dispose of it but I took time cut down all the boxes packaged up the loose material and I was able to fit most of the cardboard into two recycling bins, and I just have extra trash bags to get rid of. I’m proud of myself for doing a task that I thought was insurmountable.
from DrFox

Il viendra toujours quelqu’un pour te dire que la beauté est un luxe.
Que l’art attendra.
Que la musique est inutile quand les villes tombent, quand les familles se dispersent, quand les certitudes s’effondrent une à une sous le poids de la peur.
Et pourtant, c’est précisément dans ces instants que l’art révèle sa véritable fonction.
Cet homme, assis au milieu des ruines, ne joue pas de la harpe parce qu’il ignore le chaos. Il le voit mieux que quiconque. Derrière lui, les immeubles sont éventrés. Les routes ont disparu. Les foules avancent comme une marée sans direction. Le ciel lui-même semble hésiter entre la lumière et la nuit.
Il joue parce qu’il refuse que le chaos décide de la dernière note.
Nous croyons souvent que le courage consiste à construire davantage, produire davantage, répondre plus vite, parler plus fort.
Mais parfois, le courage consiste simplement à rester assis.
À respirer.
À produire encore quelque chose qui n’appartient pas à la peur.
Chaque époque possède ses ruines. Certaines sont faites de béton. D’autres sont invisibles.
Une famille qui ne se parle plus.
Un couple qui partage une maison mais plus aucun regard.
Un enfant qui grandit persuadé qu’il doit mériter l’amour.
Un homme qui ne sait plus pourquoi il se lève le matin.
Une femme qui confond la sécurité avec la paix.
Les bâtiments restent debout, mais l’intérieur s’est déjà effondré.
Alors nous courons.
Nous remplissons nos agendas.
Nous achetons.
Nous consommons.
Nous nous informons jusqu’à l’épuisement, comme si une information supplémentaire pouvait remplacer une direction intérieure.
Mais aucune accumulation ne répare une architecture qui a perdu sa fondation.
Le musicien de cette image ne reconstruit rien de visible.
Pourtant, il accomplit peut-être le travail le plus essentiel.
Il rappelle aux survivants qu’ils sont encore des êtres humains.
Car l’humanité ne disparaît jamais d’abord avec les bombes. J’ai vécu une guerre civile, je le sais.
Elle disparaît lorsque plus personne ne chante.
Lorsqu’il devient ridicule de contempler.
Lorsqu’il devient suspect de sourire.
Lorsqu’on considère qu’un poème ne sert plus à rien.
Quand la beauté cesse d’avoir une place, la barbarie a déjà gagné une partie de la bataille.
Les oiseaux continuent pourtant de voler.
Ils ignorent nos frontières.
Ils ignorent nos idéologies.
Ils traversent les villes détruites comme ils traversaient les forêts.
Ils nous rappellent que la vie ne négocie jamais avec nos drames. Elle continue. Toujours.
La question n’est donc pas de savoir si le monde va traverser des crises.
Il les traversera.
Il l’a toujours fait.
La véritable question est différente.
Que protégeras-tu lorsque tout le reste deviendra fragile ?
Protègeras-tu ton argent ?
Ton image ?
Tes certitudes ?
Ou protégeras-tu cette petite part de toi capable de créer encore quelque chose de beau au milieu du vacarme ?
Car cette part est infiniment plus fragile que les murs.
Et infiniment plus précieuse.
L’histoire retient les guerres.
Les dates.
Les généraux.
Les traités.
Mais ce qui permet réellement aux civilisations de renaître n’apparaît presque jamais dans les livres.
Une mère qui chante malgré la peur.
Un père qui raconte une histoire alors que l’électricité est coupée.
Un professeur qui continue d’enseigner.
Un artisan qui taille encore le bois.
Un enfant qui dessine un soleil sur un mur noirci.
Un musicien qui joue quelques notes au milieu d’une ville détruite.
Ce sont eux qui empêchent l’âme collective de mourir.
Nous passons notre existence à vouloir sauver le monde.
C’est une ambition immense.
Peut-être trop immense.
Mais chacun peut empêcher une partie du monde de disparaître.
Dans son foyer.
Dans son métier.
Dans son regard.
Dans sa manière de répondre à la violence sans lui ressembler.
Le monde ne renaît jamais d’un seul grand geste.
Il renaît chaque fois qu’un être humain décide que, malgré les ruines, il existe encore quelque chose qui mérite d’être beau.
Et peut-être que la civilisation ne tient finalement qu’à cela.
À quelques hommes et quelques femmes qui, lorsque tout s’effondre, choisissent encore de faire résonner une note que le chaos, malgré toute sa puissance, ne parvient pas à faire taire.
from DrFox

Il y a une étrange illusion qui accompagne toutes les grandes conquêtes.
Nous croyons qu’un jour nous serons enfin libres de faire ce que nous voulons. Nous imaginons que la réussite nous délivrera des tâches ordinaires. Que la grandeur nous éloignera de l’évier. Que le pouvoir nous affranchira des assiettes sales.
Pourtant, ici, la Statue de la Liberté ne brandit pas sa torche face au monde. Elle lave une assiette.
Et soudain, tout devient plus juste.
Parce que la liberté n’est pas l’absence de contraintes.
La liberté, c’est choisir les contraintes que l’on accepte.
Celui qui ne fait jamais la vaisselle dépend toujours de quelqu’un d’autre pour la faire.
Celui qui ne cuisine jamais dépend toujours d’un restaurant.
Celui qui ne nettoie jamais dépend d’une femme, d’un homme, d’un employé ou d’une société.
À chaque responsabilité abandonnée, une dépendance apparaît.
Nous appelons cela du confort.
Mais souvent, c’est simplement une liberté vendue à crédit.
Les plus grandes prisons ne sont pas toujours faites de barreaux.
Certaines sont faites de services.
D’abonnements.
De crédits.
D’assistants.
De personnes auxquelles on délègue peu à peu tout ce qui faisait de nous un être autonome.
Et un jour, sans même s’en rendre compte, nous ne savons plus vivre seuls.
Nous savons commander.
Nous ne savons plus faire.
Cette statue raconte exactement l’inverse.
Elle ne perd rien de sa dignité en faisant un geste banal.
Au contraire.
C’est précisément parce qu’elle peut laver une assiette qu’elle reste libre.
Les sociétés modernes glorifient l’exceptionnel.
Les réseaux sociaux montrent les voyages, les voitures, les discours, les exploits.
Ils montrent rarement quelqu’un qui range son atelier avec soin.
Qui recoud un vêtement.
Qui apprend à cuisiner.
Qui nettoie après son passage.
Pourtant, c’est là que se construit la véritable indépendance.
Les grandes civilisations n’ont jamais été bâties par des hommes incapables de balayer leur propre seuil.
L’humilité n’est pas l’opposé de la grandeur.
Elle en est le fondement.
Car une personne qui respecte les petites choses respectera souvent les grandes.
À l’inverse, celui qui considère certaines tâches comme “indignes de lui” finit souvent par croire que certaines personnes le sont aussi.
L’orgueil commence rarement par les grandes idées.
Il commence par une assiette que l’on estime ne pas devoir laver.
Cette image nous rappelle aussi une autre vérité.
Les symboles ne valent que par les gestes qui les incarnent.
Porter une couronne ne fait pas un roi.
Porter une blouse ne fait pas un médecin.
Porter une robe ne fait pas un juge.
Et tenir une torche ne fait pas un peuple libre.
Ce sont les gestes quotidiens qui donnent un sens aux symboles.
Une nation est libre lorsque ses citoyens prennent soin de ce qui leur appartient.
Une famille est forte lorsque chacun participe.
Un couple dure lorsque personne ne considère certaines tâches comme inférieures à sa personne.
Finalement, cette statue ne lave pas une simple assiette.
Elle nettoie une illusion.
Celle qui nous fait croire que la liberté consiste à faire moins.
Alors qu’en réalité, la liberté consiste à être capable de faire davantage, sans perdre sa dignité.
La véritable liberté n’est peut être pas de pouvoir quitter sa cuisine.
C’est d’y entrer sans avoir le sentiment de descendre de son piédestal.
from
Notes I Won’t Reread
I talked to her today. Shocking, i know, you’d say, “oh he’s hallucinating again, talking to the woman of his dreams.” Then I’d have to explain it wasn’t the wall this time. No. I texted her, and yes, i probably shouldnt have but its my business, not yours idiot. i will do it again. common sense disappears the second it involves her, dont get too excited now. im not going to write much about it. some things feel better left where they happend. but she knows things. thats the part i cant explain. i never told her about the dream. and somehow she knew enough to ask the right things. i never mentioned the graduation either. she already knew. i dont know how. Maybe coincidence. its just strange. very strange. i should probably be more concerned than i am. instead, i just. like it. she laughed at the bruises on my neck and called them hickeys. i laughed too. it sounds stupid written down, but for a minute. i stopped thinking about waking up dead. its hard to be terrified when someone’s making fun of you in the nicest way possible. its eight in the morning. i still havent slept. not to get too dramatic but im scared to. they were worse than the day before. i keep wondering if today ill wake up at all, or if whatever leaves them decide to finish what it started. i know how irrational that sounds. doesn’t make it any quieter. she told me she sees a future with me. not now, not the way things are. but someday. ill stay far enough to respect the distance. not so far that i disappear. maybe that’s all i can do. and somehow, hearing her say that and everything else. made something in my chest finally loosen for the first time today. i didnt realise how tense i was until i wasnt anymore.
I’ll sleep, i’ll see her there anyway, i always do. somehow, even when i cant reach her, my mind finds a way to.
Sincerely, The one haunted by sleep